Portalhaus Messe Frankfurt am Main

In einer Bauzeit von knapp zwei Jahren entstanden am westlichen Rand des Frankfurter Messegeländes ein neues Eingangsgebäude, das sogenannte „Portalhaus“, und die neue Messehalle 11.

Das Portalhaus ist ein mehrgeschossiger Massivbau mit einem Stahldach. Es ist bewusst transparent gestaltet, so bilden Nord- und Südfassade gemeinsam mit dem Sheddach einen Lichtstreifen, der markant durch das gesamte Gebäude läuft. Die stark auskragenden Dächer im Osten und Westen des Gebäudes geben dem Bauwerk eine dynamische Wirkung, die seine Funktion als repräsentatives Eingangsbauwerk der Messe, das die Besucherströme auf die umgebenden Messehallen sowie die Via Mobile verteilt, unterstreicht.

Der Ausschreibung lag eine Entwurfsstatik zugrunde, die durch zahllose sehr kleinteilige Verbände und Fachwerke zu einem kaum nachvollziehbaren Lastabtrag führte. Lange + Ewald Ingenieure wurden mit der Genehmigungs- und Ausführungsstatik des Dachtragwerkes aus Stahl für das Portalhaus beauftragt. Durch ein gezieltes Weglassen von Stäben und die Vermeidung von Kopplungen wurde ein möglichst einfach strukturierter Lastabtrag und damit eine optimale Auslegung des Tragwerkes erreicht. Dabei musste verstärkt auf architektonische und geometrische Vorgaben Rücksicht genommen werden. Das Tragwerk und seine Anschlüsse wurden den speziellen Fertigungsmöglichkeiten von Max Bögl Stahl- und Anlagenbau angepasst.

Das Stahldach mit einer Abmessung von ca. 83m x 63m ist schwimmend über Elastomerlager auf dem Massivbau gelagert und gliedert sich in die auskragenden Bereiche, das Sheddach und die Regelbereiche. Das Sheddach ist von zwei bis zu 52m spannenden Fachwerkträgern eingefasst. Zur Vermeidung von für die Glasbereiche übermäßigen Verformungen wurde dieser Dachbereich mit Zugseilen unterspannt.

Druckversion