Steinkohlekraftwerke Westfalen und Eemshaven

Das bestehende Steinkohlekraftwerk Westfalen der RWE Power AG mit Standort Hamm wurde um zwei neue, effizientere Blöcke erweitert. In Eemshaven in den Niederlanden wurde im Rahmen eines Konvois mit Westfalen ein Kraftwerksneubau mit ebenfalls zwei Blöcken geplant. Mit dem schlüsselfertigen Bau wurde Alstom Power Systems aus Stuttgart beauftragt.

Die beiden überkritischen 800 MW Kessel mit Dampftemperaturen von bis zu 600°C erreichen Wirkungsgrade von ca. 46%, was deutlich über dem europäischen Durchschnitt bestehender Steinkohlekraftwerke (ca. 36%) liegt. Außerdem sind alle Emissionen (inklusive CO2) um etwa ein Drittel geringer als bei den älteren Blöcken des Kraftwerks.

Lange und Ewald Ingenieure wurden von Alstom Power Systems mit dem folgenden Leistungen beauftragt:

  • Planung Kesselgerüst und Kesseldecke
  • Stabstatik sowie Anschlussstatik der internen Anschlüsse
  • Nachweis des Kesselgerüstes für die wesentlichen Bauzustände

In unserem Büro wurde ein 3-D-CAD-Modell des Kesselgerüstes und der Kesseldecke mit der Software Tekla Structures erstellt. Hieraus wurden u.a. die zugehörigen Übersichtszeichnungen abgeleitet.

Bei der Bemessung des Stahlbaues für das Kraftwerk Eemshaven waren die aufgrund der exponierten Lage deutlich gesteigerte Windlasten sowie seismische Einwirkungen zu berücksichtigen.

Als besondere Schwierigkeit stellte sich die Hubtonnagenbegrenzung für die Kesseldeckenträger heraus. Hier ist es Lange+Ewald gelungen, die Bauteile soweit zu optimieren, dass die Kesseldeckenträger ohne Teilung in die Endlage gehoben werden konnten.

Technische Daten:

  • Grundriss Kesselgerüst: 28,5 m*28,5 m
  • Höhe der Kesseldecke: ca. 109 m
  • Max. Abmessungen der KG-Stützen: 2,30 m*2,30 m; t=50 mm
  • Max. Hubgewicht: 127 to

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